SEG-Konzept zur Konservierung von Futtergetreide

Um den Keimbesatz – insbesondere Schimmel und Hefebildung – in Getreide und Hülsenfrüchten zu reduzieren und somit die hygienische Qualität des Futters zu verbessern, haben wir SEG Grain zur Konservierung entwickelt.

Wir empfehlen grundsätzlich für alle Getreidearten und Hülsenfrüchte eine Konservierung mit SEG Grain (abgepufferte Säure) oder Propionsäure um den Keimbesatz, insbesondere Schimmel und Hefebildung zu reduzieren und somit die hygienische Qualität des Futters zu verbessern und zu stabilisieren.

Wichtige Fragen zur Getreidekonservierung

Effekte aus Schadinsekten

Dosierungen von Propinsäure zwischen 0,5% und 1% wirken vorbeugend gegen Insektenfraß und verhindern während der Lagerung normalerweise einen Befall mit Kornkäfern oder Milben. Bei einem Zusatz von 1% Propionsäure sterben ca. 50 – 60% der im Getreide bereits vorhandenen Schädlinge ab. Bei einem Zusatz von 2% liegt die Mortalitätsrate bei 90 – 95%. SEG Grain hat kaum Auswirkungen auf die Entwicklung und den Befall durch Getreideschädlinge.

Wirkung auf das Getreidekorn

Die Säurebehandlung blockiert die Kornatmung und die Keimfähigkeit geht verloren. Ab ca. 0,7% Propionsäure treten Lagerverluste kaum mehr auf. Saatgetreide und Braugetreide dürfen nicht mit Propionsäure behandelt werden, da die Keimfähigkeit der Körner beeinträchtigt wird.

Dosierung bei Körnergebläse

Sooll säurekonserviertes Getreide mit einem Körnergebläse sofort nach der Säurebehandlung weitergefördert werden, ist eine Zwischenlagerung von einer Stunde notwendig. Ist diese Zwischenlagerung nicht möglich, muss die empfohlene Aufwandmenge um mindestens 10% erhöht werden.

Hohe Einlagertemperaturen

Bei Getreide von über 35° C ist ein Zuschlag von 10% auf die Dosiermenge empfehlenswert, da bei diesen Temperaturen ein Teil der Säure verdampft.

Abdecken des Getreides mit Folie

Konserviertes Getreide darf nicht mit Folie abgedeckt werden, da es sonst zu Kondenz- bzw. Schwitzwasserbildung unter der Folie kommt. Die oberste Getreideschicht wird hierdurch befeuchtet und kann verderben.

Lagerung von feuchten und trockenen Getreidepartien

Behandeltes und unbehandeltes Getreide darf nicht zusammen mit trockenem und unbehandeltem Getreide gelagert werden, da die Feuchte in das trockene Getreide einwandert und dieses dann verdirbt. Es muss deshalb die Trennung mit Folie erfolgen, oder die gesamte Partie muß mit Konservierungssäure in der gleichen Dosierung behandelt werden.

Lagerung von koserviertem Feuchtgetreide

Vorschriftsmäßig konserviertes Getreide klumpt nicht und bleibt rieselfähig. Deshalb kann es ähnlich hoch wie trockenes Getreide aufgeschüttet werden.
Folgende Lagermöglichkeiten sind sehr gut geeignet:

  • Freihaufen in Hallen, Scheunen, Altgebäuden oder auf Betonböden (Folie darunterlegen oder säurefest anstreichen)
  • Holzboden unter Dach oder Hochsilos aus Holz
  • Hochsilos mit säurefester Innenbeschichtung (Glas, Emaille, Kunststoff)
  • Betonsilos (mit säurefestem Anstrich)

Dosiertabelle

Dosiertabelle von SEG Grain bzw. Propionsäure zur Getreidekonservierung

Wassergehalt (%) für 6-monatige Konservierung (kg/t) für 12-monatige Konservierung (kg/t)
< 14 2,0 2,5
15 3,0 4,0
16 4,0 5,0
17 4,5 6,0
18 5,0 7,0
19 6,0 8,0
20 7,0 9,5
22 9,0 11,0