SEG–Säurekonzept

Wirkungsorte der verschiedenen SEG-Säure-Produkte

Je nach Alter und Lebensbedingungen der Tiere gibt es für Säuren verschiedene Wirkungsorte mit verschiedenen Wirkeffekten. Deshalb muss die eingesetzte Säure auf diese Zielwirkung abgestimmt sein.

Futterkonservierung

Je höher der Anteil an leichtverdaulichen Komponenten und Fett im Futter ist, desto schneller geht der Futterverderb. Durch spezielle Säurezusätze werden die vorhandenen Mikroorganismen deutlich reduziert und somit eine Vermehrung unterbunden. Futter, welches länger als 8 Tage im Silo liegt, sollte deshalb unbedingt konserviert werden. Denn bei Temperaturen über 20° C beschleunigen sich diese Prozesse extrem.

pH-Wert im Magen

Wenn Tiere zu wenig Magensäure bilden (junge Tiere, Stress, usw.), muss Futtersäure zugesetzt werden. Damit Schadkeime im Futter abgetötet werden und ausserdem die Proteinverdauung maximal funktioniert, ist der pH-Wert im Magen durch die körpereigene Magensalzsäure sehr Tief. Eine andere Möglichkeit der Unterstützung ist die Reduzierung des Säurebindungsvermögens im Futter.

Regulierung der Keimflora im Darm

Herkömmliche Futtersäuren sind im Darm unwirksam. Deshalb sind hier fettgecoatete Säuren oder spezielle chemische Bindungsstoffe notwendig, die dann eine gezielte und direkte Wirkung gegen Schadkeime (z.B. Clostridien, Streptokokken, Salmonellen und Coli) entfalten.